Allergenkennzeichnung

Bedeutung, gesetzliche Vorgaben & Best Practices

Was bedeutet Allergenkennzeichnung?

Die Allergenkennzeichnung ist ein zentraler Bestandteil der Lebensmittelinformation und sorgt dafür, dass Verbraucher:innen potenziell allergene Zutaten schnell und eindeutig erkennen können. Grundlage dafür ist die Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV) der EU. Sie verpflichtet alle Lebensmittelhersteller, die 14 wichtigsten Allergene – darunter Gluten, Eier, Milch, Nüsse, Sellerie, Senf und Sesam – klar hervorgehoben im Zutatenverzeichnis anzugeben.

Für Food-Brands, Produzenten und Gastronomiebetriebe ist dies nicht nur eine rechtliche Pflicht, sondern ein wichtiger Beitrag zu Sicherheit, Transparenz und Vertrauen. Eine konsistente und sauber strukturierte Allergenkommunikation stärkt zudem die Markenwahrnehmung und verhindert Missverständnisse bei Konsument:innen.

Besonders auf Verpackungen spielen Übersichtlichkeit, Leserlichkeit und der Einklang zwischen Regulatorik und Design eine entscheidende Rolle. Hier verbindet sich die Allergenkennzeichnung unmittelbar mit Bereichen wie Packaging Design, Produktkommunikation oder Brand Experience.

Anforderungen & Best Practices für Food-Brands

1. Gesetzliche Vorgaben korrekt umsetzen

Die LMIV schreibt vor, dass Allergene im Zutatenverzeichnis optisch hervorgehoben werden müssen – häufig durch Fettdruck oder Großbuchstaben. Auch bei unverpackter Ware (Bäckerei, Kantine, Gastronomie) müssen Allergeninformationen zur Verfügung stehen, entweder schriftlich oder mündlich mit entsprechender Dokumentation.

Für Marken bedeutet das: Jede Produktverpackung, jedes Etikett und jeder digitale Produkttext muss vollständig und konsistent gepflegt sein. Besonders bei Produktlinien oder Relaunches empfiehlt sich eine systematische Gestaltung der Informationsarchitektur, damit jedes Produkt dieselben Standards erfüllt.

2. Nutzerfreundliche Darstellung & klare Kommunikation

Gute Allergenkennzeichnung geht über die Pflicht hinaus:

  • Sie ist verständlich formuliert,
  • grafisch klar strukturiert,
  • und lässt sich intuitiv erfassen — sowohl auf Verpackungen als auch online.

Viele Marken setzen ergänzend auf Icons oder Farbcodes, um die Orientierung für Verbraucher:innen zu erleichtern. Wichtig ist jedoch, dass diese zusätzlichen Elemente die verpflichtenden Angaben nicht ersetzen, sondern sinnvoll ergänzen.

Eine moderne, zugängliche Kennzeichnung stärkt die User Experience und wirkt sich direkt auf die Markenwahrnehmung aus: Sie zeigt Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein. Das ist insbesondere relevant, wenn Produkte im Handel, in der Gastronomie oder im E-Commerce aufgeführt sind.

Begriffe aus Food, Packaging & Design – einfach erklärt

Glossar