Brand Stretching
Bedeutung
Was ist Brand Stretching?
Brand Stretching bezeichnet die strategische Erweiterung einer bestehenden Marke auf neue Produkte, Sortimente oder Kategorien. Statt eine neue Marke aufzubauen, wird die bekannte Markenidentität genutzt, um neue Angebote schneller am Markt zu etablieren und vom bestehenden Vertrauen zu profitieren.
Gerade in der Food-Branche ist Brand Stretching weit verbreitet – etwa wenn bekannte Marken ihr Sortiment um neue Geschmacksrichtungen, Produktformate oder Kategorien wie Plant-Based, Functional Food oder Snacks erweitern. Voraussetzung ist, dass die neuen Produkte glaubwürdig zur Markenpositionierung passen und die Erwartungen der Konsument:innen erfüllen.
Warum Brand Stretching für Food-Brands so relevant ist
Neue Produkte unter einer bekannten Marke haben klare Vorteile: Sie profitieren von vorhandener Bekanntheit, verkürzen die Markteinführungszeit und reduzieren das Risiko im Vergleich zum Launch einer komplett neuen Marke.
Die wichtigsten Vorteile:
- Schnellerer Markteintritt: Neue Produkte starten mit bestehender Markenbekanntheit.
- Vertrauensbonus: Konsument:innen übertragen ihre positiven Erfahrungen auf neue Angebote.
- Kosteneffizienz: Marketingaufwand und Kommunikationskosten sinken.
- Skalierbarkeit: Sortimente lassen sich strategisch ausbauen.
Gleichzeitig birgt Brand Stretching Risiken: Wird die Marke zu weit „gedehnt“, kann ihre Identität verwässern oder das Vertrauen leiden. Eine klare Markenstrategie ist daher entscheidend.
Best Practices für Packaging & Markenstrategie
Passung zur Markenidentität prüfen
Vor jeder Sortimentserweiterung sollte geprüft werden, ob das neue Produkt zur Marken-DNA, Tonalität und Zielgruppe passt. Nur wenn Konsument:innen den Schritt als logisch empfinden, kann Brand Stretching langfristig erfolgreich sein.
Hier verbindet sich Brand Strategy, Produktentwicklung und Packaging Design.
Brand Stretching im Packaging sichtbar machen
Verpackungen spielen eine zentrale Rolle bei der Einführung neuer Produkte. Farben, Typografie, Logos und Bildwelten müssen einerseits die Zugehörigkeit zur Dachmarke klar zeigen, andererseits dem neuen Produkt ausreichend Eigenständigkeit geben. So entstehen klar strukturierte Sortimente, die im Regal schnell verstanden werden.