Der Siegeszug der Fasern

Zwei große Einflussfaktoren haben dazu geführt, dass Kunststoffverpackungen immer häufiger durch faserbasierte Alternativen ersetzt werden. Einerseits wird die Paperization oder Fiberization getrieben von dem Wunsch der Verbraucher, andererseits ist die Papierindustrie der große Gewinner der PPWR-Regelung. Während die Kunststoffindustrie abstraft wird und mit Hochdruck am Aufbau von besseren Recyclingstrukturen arbeitet, setzen viele Brands komplett auf die Umstellung auf Papier. Alfred Ritter zum Beispiel hatte bereits 2022 die Umverpackung der Minis umgestellt. Wir durften dies im Rahmen des Ritter Sport mini Relaunches gestalterisch begleiten.

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Überall dort, wo die Barriereanforderungen es erlauben, kommen die performanten Papiere ins Spiel, die mittlerweile vom kleinen Startup bis zum großen Player in verschiedensten Varianten angeboten werden. Diese ersetzen Kunststoff dank einer hauchdünnen Barriereschicht, welche beim Papier-Recyclingprozess zuverlässig abgetragen werden kann. Es handelt sich der Definition nach nicht um ein Verbundmaterial, wenn >95% der Verpackung aus Papierfaser besteht. Der Rest sind Beschichtung, Druckfarbe, gegebenenfalls Lacke. Solange diese innerhalb des zulässigen Störstoffanteils liegen, haben sie eine geringfügige Auswirkung auf die Qualität des Papierrecyclings. Bei steigender Anzahl der Barrierepapier im Altpapier wird die Recyclingbranche allerdings vor eine Herausforderung gestellt. Es bleibt also die letzte Aufgabe dieser vielversprechenden Verpackungslösungen, die Störstoffanteile weiter zu reduzieren bzw. den Recyclingverfahren anzupassen.