MILK. x Kimceramics

Wir waren unterwegs in Frankfurt, um uns mit Keramik auseinanderzusetzen. Dafür müssen wir nicht weit gehen, denn in Frankfurt beschäftigen sich mittlerweile einige Künstler passioniert mit Keramik. Das Arbeiten mit Naturmaterialien ist uns durch das Food Lab vertraut, wir wollen unsere Experimentierfreudigkeit mit anderen teilen und Kooperieren deshalb mit lokalen Handwerkern, Künstlern oder Produzenten, um gemeinsam rumzuspinnen.

Wir hoffen Eva hatte wenigstens halbsoviel Spaß an unseren MILK.-Flecken, wie sie hier zeigt…

Im Food Lab arbeiten wir gerne mit Milch – der Name verpflichtet – und wollen nun Keramiken produzieren, die mit der Assoziation von Milch arbeiten.

Unsere Partnerin in Crime für dieses Vorhaben ist Eva Kim. Sie produziert handgefertigte organisch geformte Keramiken, was perfekt zu unserem Vorhaben passt. Dafür  interagiert sie mit dem Material, lässt Zufall und Imperfektion zu, wodurch einzigartige Objekte entstehen. Das trifft in weiten Teilen auch auf unserer Vorgehensweise im Food Lab zu, wir fühlen also eine gewisse Seelenverwandtschaft.

3 Farben weiß

Nach unserer vagen Vorstellung sollen drei Teller entstehen, die zusammen einen Milchfleck ergeben. Verschüttetet Milch, festgehalten als Keramiken, die gleichzeitig als Teller oder Schale funktionieren. Die Teller sollten organisch, also frei geformt und weiß sein. Aber nicht weiß weiß, sondern milchig weiß. Wie weiß ist Milch überhaupt? Hat Milch verschiedene Farben? Weiß ist eine warme Farbe. Zumindest wenn wir im Lab Salep machen.

Milch in Form

Soweit unsere Überlegungen, aber die Teller stellen ja nicht wir her, sondern Kim. Dabei schauen wir ihr aber über die Schultern und dürfen die Zwischenergebnisse kommentieren. Denn auch Kim musste sich erstmal einarbeiten und hat daher verschiedene Prototypen erstellt. Welche Form hat ein Milchfleck? Ist es ein Klecks, mit Spritzern, länglich, rund, …. eigentlich kann er alle Formen annehmen.

Die ersten Prototypen erinnerten uns dann doch zu sehr an die Neon-Kleckse, die man sich früher sogar mal auf Autos geklebt hat…alte Zeiten. Es sollte harmonischer und irgendwie runder werden. Kim hat uns nicht nur drei Teller gemacht, sondern eine ganze Serie, die wir frei kombinieren konnten. Für die Herstellung wurde der Ton zunächst ausgerollt und dann ausgeschnitten, anschließend erfolgt die Formung von Hand.

Wolken Schaum Traum

Das erinnert uns ans Kochen oder besser backen. Denn nach einem ersten Trocknungsprozess folgt die Glasur und dann kommen die Teller in den Ofen. Der ist mit bis zu 1200°C extrem heiß.  If you can’t stand the heat, get out of the kitchen – aber in die Keramikwerkstatt sollte man dann auch nicht gehen. Wir halten beides aus, genau wie Kim und der Austausch mit ihr hat uns sehr inspiriert. Fertig gebrannt sind die Flecken nun bereit für einen Einsatz im Food Lab.

Milchfleck oder Milchwolken? Milchschaum? Jedenfalls ein Traum ganz in weiß!

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