KOHL TRIFFT MILCH

Das wir Rotkohl und Milch lieben ist bereits bekannt. Nun wollen wir die beiden nochmal in ihrer schönsten Form kombinieren. Durch Kontamination (lat. Berührung) werden die Grenzen zwischen Kunst und Küche verwischt.

Rotkohl und Milch
Hat Pollock mit Kohlfarbe gemalt?

HINTERLASSEN VON SPUREN

Rotkohlsaft, beziehungsweise das darin enthaltene Pigment, reagiert auf die Zugabe von basischen und sauren Komponenten mit Farbveränderung. Im Aufeinandertreffen auf Milch und cremige Sahne bahnt sich der Saft seine Wege durch die weiße Landschaft. Die kräftigen Farben tanzen auf dem dezenten Hintergrund und hinterlassen ihre deutlichen Spuren. Rotkohl und Milch erzeugen ihre eigene Farben- und Formenwelt. Rot, Lila, Blau, Grün und der cremige Ton der Milch spielen zusammen, so dass man die Komposition für einen Pollock halten könnte.

Die Bilder bewegen sich auf einer Grenze zwischen dem Schaffen mit biologischem Material und dem Öffnen einer Gestaltungswelt, in der Organismen die Kunst gestalten. Egal ob ein eigenes bewusstes Schaffen oder das natürliche Schaffen der Organismen im Fokus steht. Die Kompositionen aus organischen Formen und Mustern zeugen dabei von einem der ursprünglichsten Impulse: dem Hinterlassen von Spuren.