Handcreme für mehr Geschmack

Essen kann von innen heilsam wirken aber viele Lebensmittel entfalten auch von außen eine heilende oder pflegende Wirkung. Ob Olivenöl, Arganöl, Kokosfett oder Honig – was wir in der Küche verwenden begegnet uns auch in Pflegeprodukten.

Sahne oder Handcreme?

Könnte man nicht gleich eine Pflegecreme herstellen, für außen und innen? Oder zumindest ein Pflegeprodukt, das auf essbaren Zutaten basiert und als erweitertes Food-Pairing die Haut pflegt und eine Speise aromatisch begleitet.

Beim Kochen ist zudem Handpflege sehr wichtig, weil die Hände nun mal sehr beansprucht werden. Da liegt die Verbindung zu Zutaten aus der Küche also sehr nahe. Olivenöl, Maisstärke, Joghurt, Quark oder Gurkenscheiben haben in vielen Küchen schon sinnvolle körperliche Anwendungen erfahren. Und wer in letzter Zeit mal Desinfektionsmittel verwendet hat, um anschließend mit den Händen zu Essen, weiß sicherlich einen angenehmen und natürlichen Geruch zu schätzen.

Aroma–Creme Pairing?

Der Geruch der Creme kann eine Speise sogar perfekt ergänzen: zum Beispiel eine Basilikumcreme zur Pasta mit Tomatensauce. Herbe Wacholder-Aromen könnten den Genuss eines deftigen Bratens fördern oder geben einem leichten Gin Tonic Sorbet noch etwas aromatische Kraft. Der Geruch von frischem Sellerie passt zu einer Cremesuppe oder zu einem Happen vegetarischen Kaviar. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt.

Für unsere Handcreme nutzen wir naturbelassene Grundzutaten. Bienenwachs von unserem Imker, Bio-Traubenkernöl aus Österreich, Sheabutter, Jojobaöl und naturbelassene Aroma Öle, die zum Verzehr geeignet sind. Zumindest theoretisch ist die Creme also essbar. Unsere Auswahl war schnell getroffen: Die Düfte Sellerie, Basilikum und Wacholder fanden bei uns im Team schnell Zuspruch. Unsere Recherche zu Handcremes ergab eine Grundformel: Die Basis bildet Bienenwachs, die Konsistenz wird über die Öle und die Sheabutter gesteuert. Der jeweilige Geruch wird durch wenige Tropfen eines Aroma-Öls festgelegt.

Wir starten damit, dass Bienenwachs zu säubern. Da es ein Naturprodukt ist, finden sich Rückstände aus den Bienenwaben und kleine Schmutzpartikel, die bei der Ernte nicht vermeidbar sind. Wir erwärmen das Wachs über einem Wasserbad und gießen es anschließend durch ein Haarsieb. Das Wachs lassen wir auskühlen, um es später besser portionieren zu können. Die Öle mischen wir nach unserer eigenen Rezeptur zusammen und erwärmen diese ebenfalls auf einem Wasserbad.

Cremetorte

Das Wachs ist noch leicht warm aber schon schnittfest. Wie aus einer Torte können wir ein Stück herausschneiden. Das Wachs geben wir zu den Ölen, es schmilzt gleichmäßig und verbindet sich sehr gut. Die flüssige Creme geben wir zum Auskühlen in eine Schüssel. Das geht sehr schnell und die Creme wechselt von einem goldgelben Ton zu einer milchigen Masse. Die Creme lassen wir knapp zwei Stunden auskühlen, anschließend schlagen wir sie mit einem Handrührgerät auf. So erhalten wir eine leicht cremige, luftige Konsistenz.  Vergleichbar ist die Textur mit aufgeschlagener Crème fraîche, überhaupt ist die Herstellung dem Arbeiten in der Küche sehr ähnlich. Jetzt geben wir die Aroma-Öle dazu. Die Öle sind sehr intensiv, daher reichen wenige Tropfen.

Allein der Geruch der Creme macht hungrig. Die lässt sich nun passend zur eigenen Vorliebe – oder noch besser, dem gereichten Fingerfood –auswählen.

Wir nehmen also was auf die Hand: Die Pizza wird von unserer Basilikum-MILK.creme ergänzt.  Aromatisch eine perfekte Kombination – Und schon kann die Erholung für innen und außen beginnen.

Von Bienenwachs zum Küchenwachs

Food Lab? Kosmetik? Ihr fragt Euch was unsere Experimente mit Packaging Design zu tun haben? Sehr Viel!

Food Prototyping

Food Packaging Design basierend auf dem, was wir Food Lab nennen. Unsere Lebensmittel faszinieren uns – auch im beruflichen Kontext seit mehr als einem Jahrzehnt. Wo hervorragendes Verpackungsdesign für kleine und große Lebensmittel-Hersteller entsteht, möchte man riechen, fühlen, hören und schmecken bevor man zu viel gesehen hat. Das Auge (unser dominantes Sinnesorgan) beeinflusst Kauf-Entscheidungen in hohem Maße. Das wissen wir, deswegen müssen wir auch immer wieder Food Trend Scouting betreiben! Damit wir dem Kauf auch das passende Produkterlebnis zum Verpackungsdesign folgen lassen, untersuchen wir die Lebensmittel, die unsere Kunden uns vorlegen, genauer.

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